Die zl-traktion möchte zukünftig die bereits seit 1987 nicht mehr für planmäßige Güterzüge (Militärverkehr bis 2016) genutzte Infrastruktur der Ostertalbahn im Saarland für nicht näher genannte Transporte nutzen und so eine Entwidmung im Bahnhof Schwarzerden verhindern.
„Wir, die Firma zl-traktion GmbH, als Eisenbahnunternehmen nach AEG §6 (1) und Zugangsberechtigter nach ERegG §, sowie auch die mit uns in Partnerschaft agierende IPZ GmbH als Eisenbahnverkehrsunternehmen nach AEG §6 (1), werden in diesem Kalenderjahr 2026 und in den nachfolgenden Kalenderjahren den Netzzugang zur Eisenbahninfrastruktur Ostertalbahn beantragen und einfordern. Sowie eine Anmietung der Ladestraße in Gleis 6 des Bahnhofs Schwarzerden, wie auch die Nutzung der Eisenbahnstrecke von Ottweiler bis Schwarzerden, werden aus eisenbahnrechtlicher Sicht nicht aus der Betriebspflicht entlassen. Unser Verkehrsbedürfnis nach §13 AEG bleibt bestehen, eine Stilllegung nach §11 AEG wird nicht seitens den uns agierenden Personen und Firmen akzeptiert oder durchgehen gelassen.
Eine Betriebspflicht obliegt dem Landkreis St. Wendel bis zur Stilllegung nach §11 AEG, welche nach aktueller rechtlicher Sicht nicht durchführbar ist.
Die finanziellen Auflagen sind, auf Grund ihrer besonderen Stellung als öffentlicher Träger, nicht relevant für eine Bewertung der Betriebspflicht.
Nach Urteil des BGH sind sie auch bei Übergabe der Strecke dazu verpflichtet, diese im betriebsbereiten Zustand zu übergeben. Eine stille Stilllegung durch Verletzung der Prüf- und Instandhaltungspflichten sowie Instandsetzungsarbeiten werden wir nicht akzeptieren.
Als Referenz für unsere Absicht und ernst gemeinte Ankündigung können sie sich gerne die Verfahren zur Hunsrückquerbahn und der DB Infrago AG als Infrastrukturbetreiberin ansehen.
Gerne bieten wir ihnen an, ein gemeinsames Lösungsorientiertes Gespräch zwischen Landkreis St. Wendel, KNDS und der zl-traktion GmbH zu führen.
Eine Aussage der KNDS, dass niemals die Bahninfrastruktur genutzt werden wird für Abtransporte oder Antransporte halte ich für ebenso nicht endgültig, wie auch die Kurzsichtigkeit einer solchen Aussage von einem Anbieter, dessen Auftraggeber klassischerweise Militärfahrzeuge eigentlich aus logistischen Gründen auf der Bahn transportiert.“
Für den mit weiteren Personen hinter der zl-traktion stehenden Alexander Neubauer nicht der erste Vorstoß zur Erhaltung von Schieneninfrastruktur. Über die WRS Deutschland engagierte man sich über längere Zeit im Hunsrück ohne dass im Nachgang Transporte durchgeführt werden konnten – das von Neubauer geleitete Unternehmen musste Insolvenz anmelden.

