[DE] Baubeginn Erweiterung Hafenbahnhof Speckenbüttel

Der aus 16 Vorstellgleisen bestehende Hafenbahnhof Bremerhaven-Speckenbüttel wird wie im November 2024 beschlossen um sieben zusätzliche Vorstellgleise und ein elektronisches Stellwerk erweitert.

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Am 20.04.2026 begann der Bau der neuen Vorstellgruppe („20er Harfe“) der Bremischen Hafeneisenbahn im Bahnhofsteil Speckenbüttel. Die sieben neuen, zuglangen Gleise werden unmittelbar neben den bestehenden Gleisen 231–248 errichtet. Der offizielle Spatenstich dazu erfolgte am Vormittag des 24.04.2026.

Der Bahnhof Speckenbüttel ist der zentrale Knotenpunkt des Schienengüterverkehrs in den Bremischen Häfen, über die Hälfte des Container-Hinterlandverkehrs wird hier abgewickelt. Zudem rollen rund 80 % des RoRo-Umschlags über die Gleise des Bahnhofs – von Autos über landwirtschaftliche Geräte bis zu Militärfahrzeugen.

Für die Baustellenlogistik ist die Sperrung der äußeren Umfahrungsgleise 131, 141, 161 und 273 erforderlich. Diese Gleise werden montags bis freitags – ausgenommen Feiertage – jeweils in der Zeit von 7 bis 18 Uhr durchgehend gesperrt. Zur betrieblichen Kompensation wird innerhalb der Gleisgruppe 231–248 dauerhaft ein Gleis für Durchfahrten freigehalten. Damit bleiben die Bahnhofsteile Kaiserhafen und Nordhafen weiterhin ohne nennenswerte Einschränkungen erreichbar.

Die Errichtung der neuen Vorstellgruppe dient der Kapazitätserweiterung der Bremischen Hafeneisenbahn im Seehafen Bremerhaven. Die Gleise werden mit Oberleitungsanlagen ausgestattet und stehen künftig für ein- und ausfahrende Züge zur Verfügung.

Die Leit- und Sicherungstechnik wird in das Stellwerk der DB InfraGO AG eingebunden, das voraussichtlich bis Anfang 2028 auf ein elektronisches Stellwerk (ESTW) umgerüstet wird. Die Inbetriebnahme der neuen Vorstellgruppe ist für Ostern 2028 vorgesehen.

Den Spatenstich übernahmen unter anderem Bremerhavens Bürgermeister Torsten Neuhoff (2. von links), Hafensenatorin Kristina Vogt sowie Robert Howe, Geschäftsführer von Bremenports (2. von rechts) gemeinsam mit den Bauprojektpartnern. Foto: Bremenports

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