Vor Weihnachten 2020 endete die Rübenkampagne in der Schweiz. Die letzten Bahnanlieferungen erreichten die Zuckerfabrik Aarberg am 12. Dezember und Frauenfeld am 18. Dezember. In Total wurden 1,463 Mio. t konventionelle Rüben verarbeitet, davon 730.000 t in Aarberg. In Frauenfeld stammten 126.000 t der insgesamt 733.000 t aus Wismar, Lalendorf und Neuenburg am Rhein.
Ein Großteil der Transporte laufen per Bahn: Nach Aarberg gelangen 46 % per Schiene, 2019 waren es 44 % gewesen. Bei den aus Deutschland importierten Rüben hat die Bahn einen Anteil von 75 %, innerschweizerisch sind es nach Frauenfeld jedoch nur noch 21 % – im Vorjahr noch 32 %.
Abzuwarten sind die Folgen für den Bahntransport der Zuckerrüben durch die Einführung von neuen Logistikbeiträgen in der kommenden Saison. Für den genossenschaftlichen Transport und ab Feldrand wird ab 2021 anstelle des fixen Beitrages von 2,50 SFR für Straßentransport und 4,50 SFR für Bahntransport ein von der Transportart entkoppelter, distanzabhängiger Logistikbeitrag eingeführt.
2020 waren die Güterbahnen Sersa und TR Trans Rail Bahnpartner bei der innerschweizer Transporten, ab 2021 wird es nur noch TR sein.
Bis 2024 hat der Kanton Thurgau seine finanzielle Unterstützung für die Bahnverladung in Oberaach und Bürglen verlängert. Die fest installierte Ladeinstallation in Siggenthal-Würenlingen wird hingegen abgebrochen und durch eine „Bahnratte“ ersetzt. Einerseits weil der Unterhaltungsaufwand stieg bei bei immer weniger zu befüllenden Waggons, anderseits weil die SBB den Ladeplatz auch für den Umschlag von acts-Containern und Holz nutzen will. Somit existieren ab 2021 nur noch sieben aktive fixe Ladeinstallationen in der Schweiz.



