[DE] Bremische Häfen mit 5,4 % Wachstum

Die bremischen Häfen Bremen und Bremerhaven haben im Jahr 2025 ihre Umschlagsergebnisse deutlich gesteigert. Nach Angaben der Umschlagsbetriebe wurde ein seeseitiger Güterumschlag von 65,Mio. t erzielt, ein Zuwachs von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Gesamtumschlag teilt sich auf in 33,8 Millionen Tonnen im Empfang (+ 6,1 Prozent) und 31,5 Millionen Tonnen im Versand (+ 4,6 Prozent). In Bremen-Stadt ging der Umschlag aufgrund rückläufiger Massengutmengen um 13 Prozent auf 9,3 Millionen Tonnen zurück. Hauptursache ist der schwächere Massengutumschlag, der mit 6,7 Millionen Tonnen ein Minus von 14,2 Prozent verzeichnet. Belastend wirken hier die fortschreitende Decarbonisierungspolitik sowie die angespannte Lage in der Stahlindustrie. Auch der Stückgutumschlag sank spürbar um 9,9 Prozent auf 2,6 Millionen Tonnen. Hinzu kommt, dass die für Bremen-Stadt wichtige Schwergut- und Großraumlogistik weiterhin unter der schwachen Verkehrsinfrastruktur im bundesweiten Zu- und Nachlauf leidet.

Deutlich positiver entwickelte sich die Lage in Bremerhaven. Der dortige Seegüterumschlag legte um 9,3 Prozent auf nahezu 56 Millionen Tonnen zu.

Treibende Kraft hinter diesem Wachstum war der Containerumschlag, der 2025 um über 10 Prozent auf 4,9 Millionen TEU (Standardcontainer) stieg. Der Anteil beladener Container erhöhte sich leicht auf über 87 Prozent (2024: 85 Prozent). Das Verhältnis zwischen Empfang (48 Prozent) und Versand (52 Prozent) blieb stabil.

Der Hinterlandverkehr über Bremerhaven lag bei insgesamt rund 2 Millionen TEU. Über die Hälfte davon, 53,1 Prozent beziehungsweise mehr als 1 Million TEU, wurde per Bahn transportiert.

Im Automobilumschlag spiegeln sich die schwierigen Marktbedingungen der internationalen und europäischen Automobilindustrie wider. Mit 1,25 Millionen Fahrzeugen blieb das Ergebnis nahezu konstant (minus 0,1 Prozent). Der Anteil des Versands lag bei 65 Prozent, der Empfang bei 35 Prozent.

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