Kaum wieder in die schützende Staatshand zurückgekehrt schaltet die belgische Güterbahn LINEAS wieder auf Expansionskurs. Erik van Ockenburg, CEO von Lineas, sagte im Gespräch mit der DVZ: „Wir wollen in Deutschland bis 2030 unter die Top 5 kommen, auch wenn das ein ambitioniertes Ziel ist.“ Derzeit befindet sich das Unternehmen nach DVZ-Recherchen auf Platz 13 (gemessen an den gefahrenen Trassenkilometern 2024). Im Blick sind dabei vor allem Kunden, die eine Alternative zur DB Cargo suchen.
Die finanziell angeschlagene Güterbahn hatte mehrere Darlehen in dreistelliger Millionenhöhe vom belgischen Staat erhalten, um eine Insolvenz zu verhindern. „Diese Entscheidung unterstreicht die strategische Bedeutung von Lineas für Belgien: ein zentraler Logistikakteur für hunderte Industrien in Schlüsselbereichen der Wirtschaft und ein Arbeitgeber mit mehr als 1.500 Beschäftigten.“ hieß es damals in einer Presseaussendung. Interessant, dass mittels dieser Liquidität nun wieder zu Zeiten der sinkenden Frachtraten / Aufkommen sowie (preislich initiierten) Rückverlagerungen auf die Straße im Ausland Geschäfte akquiriert werden sollen.

