Bislang konnten Züge mit Mehrkrafttriebfahrzeugen bei der DB Netz einen Traktionsartwechsel ausschließlich im Stand durchführen. Dies bedeutete nach Betreibereinschätzung eine starke Beschränkung der Vorteile der neuen Technologie, verbunden mit einem Zeitverlust durch das Abbremsen und wieder neu Anfahren insbesondere bei schweren Güterzügen.
Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Mehrkrafttriebfahrzeugen stellt sich die DB Netz AG im Fahrplan und Betrieb auf diesen Sachverhalt ein. Nun können auch Trassenanmeldungen für Züge mit Mehrkrafttriebfahrzeugen so abgegeben werden, dass der Traktionsartwechsel ohne den derzeit obligatorischen Betriebshalt erfolgen kann. Die Möglichkeit eines Traktionsartwechsels im Stand bleibt weiterhin bestehen.
Bestellt werden muss dieser Wechsel aus Gründen der IT als Bedarfshalt. Dies kann jedoch nicht für einen beliebigen Punkt auf der freien Strecke (z. B. bei Streckenkilometer 26,4) erfolgen, sondern ist an eine Betriebsstelle gebunden.
An einzelnen Stellen im Streckennetz werden in Zukunft auf der freien Strecke am Fahrdrahtende El-Signale aufgestellt. Um dort einen Traktionsartwechsel bestellen zu können, wird dort eine Betriebsstelle eingerichtet. Die entsprechende Bezeichnung der Betriebsstelle wird rechtzeitig bekannt gegeben.




