DB Cargo plant die Aufgabe des Standortes Alpha Rotex am Frankfurter Flughafen und die Umsiedlung von 500 Arbeitsplätzen nach Mainz. Dies berichtet der SWR. Bei den betroffenen Mitarbeitern stieße dies auf viel Widerstand. Der Vorstand der Güterbahn präferiert eine Bündelung in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, die zugleich Stammsitz der DB-Güterbahn ist. Es müsse noch geprüft werden, ob bestehende Räumlichkeiten in der Rheinstraße für zusätzliche Mitarbeiter ausreichen würden – aktuell arbeiten in Mainz 800 Beschäftigte.
Seit August 2013 versammelte DB Schenker seine Management- und Leitungsfunktionen im Viertel Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen.
Bei den Brennerverkehren der DB Cargo kommt es zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 zu Veränderungen: Die aktuell in der Konfiguration DB Cargo (Deutschland), Rail Cargo Austria (RCA; Österreich) und Mercitalia Rail (MIR; Italien) abgewickelten Verkehre wird ab dann die DB-Beteiligung Lokomotion (LOMO) von München bis zum Brenner übernehmen. Unverändert bleibt der durchgehende Lokeinsatz mit Vectron MS von DB Cargo bzw. an Mercitalia Rail vermieteten Vectron MS der Mitsui Rail Capital Europe (MRCE).
Gemischtes Doppel mit MRCE/Mercitalia- und DB Cargo-Vectron. Quelle: https://www.flickr.com/photos/114995735@N06/50565792987/
Mercitalia-Vectron in Deutschland. Quelle: https://www.flickr.com/photos/tram-photos/50378597747/
DB Cargo-Vectron in Italien. Quelle: https://www.flickr.com/photos/euronight94/50544304837/
Ein Güterzug der DB Cargo entgleiste heute Nachmittag (23. September) mit mehreren Waggons im Bereich einer Bahnstrecke in Bottrop. Der Triebfahrzeugführer des Zuges wurde vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert.
Gegen 17 Uhr fuhr der unbeladene Güterzug vom Güterbahnhof Bottrop-Süd in Richtung Oberhausen Osterfeld. Kurz vor einem Bahnübergang an der Bahnhofsstraße in Bottrop entgleisten zwei Waggons des Güterzuges im Bereich einer Weiche. Der Zug kam anschließend noch vor dem Passieren des Bahnübergangs zum Stehen.
Mindestens
einer der entgleisten Waggons stieß gegen einen Stromführungsmast,
wodurch die Oberleitung beschädigt wurde. Der Triebfahrzeugführer wurde
mit einem Schock in ein Krankenhaus eingeliefert, welches er bereits am
Abend wieder verlassen konnte.
Zur Unfallaufnahme wurde ein
Hubschrauber der Bundespolizei aus Sankt Augustin angefordert, welcher
Übersichtsaufnahmen aus der Luft fertigte.
Bahnunfallermittler der Bundespolizei nahmen die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr auf. Die Ermittlungen dauern derzeit an.
Mit einer neuen Strategie geht DB Cargo in die Offensive. Neun Monate nach ihrem Amtsantritt hat Güterverkehrs-Vorstand Dr. Sigrid Nikutta ein grünes Zukunftskonzept vorgelegt. Herzstück der Neuausrichtung: DB Cargo setzt verstärkt auf Bahnlogistik und will damit auf Wachstumskurs zurückkehren. Dazu erweitert das Unternehmen sein Geschäft zum Anbieter kompletter Logistikketten. Marketingseitig wird die Kampagne von markigen Slogans begleitet: „Möge die Fracht mit uns sein.“ (in Anlehnung an star wars: „Möge die Macht mit uns sein“), „Andere sind gut. Wir sind güter.“ und „DB Cargo. Zug ist güter.“.
Kunden des Schienengüterverkehrs der Deutschen Bahn bekommen somit künftig mehr Service angeboten. Dafür vergrößert DB Cargo sein traditionelles Geschäftsmodell mit den Sparten Ganzzugverkehr, Einzelwagenverkehr und Kombinierter Verkehr um Dienstleistungen in der Bahnlogistik. Bis spätestens Mitte der 20er Jahre will DB Cargo im Heimatmarkt Deutschland und in Europa kontinuierlich zum Schienenlogistiker werden und wieder nachhaltig profitabel sein.
Auch im bisherigen Kerngeschäft wächst DB Cargo
weiter: Der Einzelwagenverkehr wird wegen seiner großen
volkswirtschaftlichen Bedeutung gestärkt. Über eine neue
Express-Verbindung von Hamburg nach Köln rollen beispielsweise seit
einigen Wochen über Nacht Konsumgüter und Lebensmittel ans Ziel. Weitere
Relationen folgen.
Um den Zugang zur Schiene zu erleichtern, werden im Kombinierten Verkehr die Anzahl der nationalen und internationalen Terminals und die Präsenz in den Häfen europaweit ausgebaut. Es fahren bereits zusätzliche Züge von Antwerpen ins Ruhrgebiet. Ab Jahresende 2020 werden Europas größte Häfen Rotterdam und Antwerpen noch stärker in das Netzwerk von DB Cargo eingebunden.
Jüngst wurden die Jahreszahlen der rumänischen Unternehmen bekannt gegeben. Wir haben für Sie die aktiven rumänischen Güterbahnen zusammengestellt. Einen Wechsel gab es gegenüber dem Vorjahr bei Platz 1 des Umsatzes: Die private GFR hat die staatliche CFR Marfă bei halber Mannstärke überholt und schreibt nun wieder einen moderaten Gewinn.
Bitte beachten: manche der Unternehmen sind nur als Traktionär, andere wiederum auch als Spedition tätig. Insofern sind die Zahlen nur bedingt vergleichbar. Zudem können Abweichungen aufgrund Konzernzugehörigkeit (DB, LTE, RCC) auftreten.
Unternehmen
Umsatz Mio. RON
Gewinn Mio. RON
Mitarbeiter
Grup Feroviar
Român S.A. (GFR)
732,990
3,071
2.235
Societatea
Nationala de Transport Feroviar de Marfă, CFR Marfă S.A.
674,839
-237,438
5.373
TIM RAIL CARGO
S.R.L. (TRC)
331,837
0,340
111
Deutsche Bahn
Cargo Romania S.R.L.
252,694
8,952
614
Unicom Tranzit
S.A. (UTZ)
234,146
6,828
1.026
Transferoviar
Grup S.A. (TFG)
96,608
-13,623
506
Rofersped S.A.
90,823
2,659
40
Vest Trans
Rail S.R.L. (VTR)
83,611
5,338
158
Rail Cargo
Carrier – România S.R.L.
64,554
3,362
196
Cargo Trans
Vagon S.A. (CTV)
63,743
-2,339
206
International Rail Transport şi Construcţii Căi Ferate S.R.L.
55,645
1,220
78
Constantin
Grup S.R.L.
51,472
13,803
196
Tehnotrans
Feroviar S.R.L. (THF)
49,764
1,094
225
CER – FERSPED
S.A.
45,690
-2,449
129
Rail Force
S.R.L. (RFo)
41,598
-39,816
109
MMV Rail
România S.A.
40,090
3,098
86
Express
Forwarding S.R.L. (EXFO)
38,981
-4,226
137
Via Terra
Spedition S.R.L. (VTS)
31,540
-2,566
244
LOGISTICĂ
FEROVIARĂ S.R.L.
28,693
3,466
287
LTE-Rail
Romania S.R.L.
20,657
1,612
33
Captrain
România S.R.L.
17,457
-0,355
16
Transblue
S.R.L.
6,643
1,670
47
TRANS RAIL
S.R.L.
1,355
0,122
12
Die TIM RAIL CARGO beschäftigt sich heute schwerpunktmäßig mit dem Getreidehandel – die Bahnsparte ist nur noch „Nebengeschäft“.
Am 05.09.2020 verließ ein Güterzug Hefei, die Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Anhui. Sein Ziel ist die Hafenstadt Dourges in Frankreich. Damit wurde ein neuer Schienengüterverkehr zwischen Hefei und Europa gestartet. Der Zug mit Kühl- und Gefriergeräten im Wert von 630.000 US-Dollar wird voraussichtlich nach 16 Tagen in Dourges eintreffen. Von dort werden die Waren in andere europäische Städte verteilt. Involviert sind auch die DB-Töchter DB Cargo Eurasia und in Frankreich Euro Cargo Rail (ECR).
Anhui betreibt 24 China-Europa Güterzugstrecken. In den ersten acht Monaten dieses Jahres verzeichnete Hefei insgesamt 309 ein- und ausgehende Güterzüge zwischen China und Europa, eine Steigerung von 8 % gegenüber dem Vorjahr.
Siemens Mobility ist bereits am 17.08.2020 als Gewinner aus einer am 01.10.2019 EU-weit erfolgten Ausschreibung (2019/S 189-460791) für die Beschaffung von Zweikraftlokomotiven für Strecken- und Rangiereinsätze der DB Cargo in Deutschland hervorgegangen.
Den Rahmenvertrag über bis zu 400 Fahrzeuge, die einem Investitionsvolumen von deutlich über einer Milliarde EUR entsprechen, unterzeichneten Siemens und DB Cargo vergangene Woche. Geliefert werden Lokomotiven vom Typ Vectron Dual Mode mit spezifischen Anpassungen für das von DB Cargo geplante Einsatzspektrum. Zunächst bestellt die Güterbahn der DB 100 Loks der Baureihe 248:
Prototypen ab 2023, Einsatz der Serienloks ab 2024
Grafik: DB Cargo
Mit den neuen Lokomotiven spart die DB jährlich rund acht Millionen Liter Kraftstoff und 17.000 Tonnen CO2 ein. Ziel von DB Cargo ist es, bis 2030 rund 70 Prozent der Diesellokomotiven mit innovativen Antrieben auszustatten.
DB Cargo und VTG haben am 07.09.2020 in Berlin erstmals einen neu entwickelten Wagen präsentiert. Beide Partner haben im Projekt m2 in rund eineinhalb Jahren den nach Unternehmensauskunft „zukunftsweisenden“ Tragwagen konstruiert. Nach Abschluss der im Frühling 2020 gestarteten Testfahrten streben beide Partner nun die Zulassung an.
Hinter m2 steckt ein modulares Baukastensystem, mit dem sich die Wagen individuell auf Kundenbedürfnisse anpassen lassen. So können je nach Einsatzzweck vierachsige Tragwagen mit einer Ladelänge zwischen 34,7 und 74,3 Fuß konfiguriert werden. Auch die Auswahl von Komponenten wie Drehgestelle, Radsätze oder Bremsen (Klotz- oder Scheibenbremsen) erfolgt unter Berücksichtigung des späteren Verwendungszwecks. Damit lassen sich die Wagen nach verschiedenen Parametern optimieren, etwa nach Gewicht, Laufleistung oder Kosten. Eine Reihe von unterschiedlichen Aufbauten ermöglicht den Transport vielfältiger Güter.
Mit dem Projekt m² knüpfen die DB Cargo und VTG an ihre Zusammenarbeit der vergangenen Jahre an. Bereits zwischen 2016 und 2019 hat die Arbeitsgemeinschaft im vom Bundesverkehrsministerium finanzierten Projekt „Innovativer Güterwagen“ kooperiert. Damals haben die beiden Unternehmen gemeinsam vier verschiedene Wagenmodelle entwickelt und insgesamt 27 innovative Komponenten erprobt.
Zum ersten Mal hat die Deutsche Bahn einen völlig neuen Kupplungsmechanismus für ihre Güterwagen präsentiert. Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) beschleunigt das Zusammenstellen von Güterzügen. Sie erhöht dadurch Kapazität und Qualität des Güterverkehrs und trägt so zum Gelingen der Verkehrswende bei. Die neue Kupplung entlastet zudem Bahnmitarbeiter von körperlicher Arbeit, denn die Zugbildung erfolgt jetzt noch überwiegend mit Schraubenkupplungen per Hand.
Die DAK wird bis Ende 2022 in einem Zugverband erprobt. Foto: DB Cargo
Bei der DB Systemtechnik in Minden/Westf. wurden nun zum ersten Mal mehrere Wagen testweise durch eine DAK miteinander verbunden. In den nächsten Monaten werden zwölf Güterwagen mit Kupplungstypen von vier Herstellern ausgerüstet. Nach technischen Tests wird ein Typ ausgewählt. Ein Versuchszug mit 24 Wagen fährt dann mehrere Monate durch Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie weitere EU-Länder. Die DAK wird dabei unter anderem im täglichen Einsatz in den Rangierbahnhöfen erprobt.
Das bis Ende 2022 laufende Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit 13 Mio. EUR finanziert. Daran beteiligt ist ein Konsortium von sechs Unternehmen. Außer der DB und ihrer Tochter DB Cargo sind dies die schweizerischen und die österreichischen Güterbahnen SBB Cargo und Rail Cargo Austria (RCA) sowie die Wagenhalter Ermewa, GATX Rail Europe und VTG. Das Ziel ist die europaweite Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung.
DB Cargo setzt als erste Güterbahn Siemens Vectron MS in Belgien ein. Am 29.08.2020 wurde die Lok 193 341 für die Triebfahrzeugführerausbildung nach Antwerpen überführt. Der planmäßige Einsatz soll ab Fahrplanwechsel im Dezember 2020 erfolgen. Im Gegenzug wird DB Cargo Belgium gemietete Bombardier TRAXX MS an Railpool retournieren.
Weitere Bahnen, die Vevtron MS für den Einsatz in Belgien geordert haben sind RATH / RTB CARGO und BLS Cargo / Crossrail Benelux.