[DE] NEE: Geschäftsführerin Wesseln geht

Neele Wesseln wird Ende 2026 ihr Mandat als Geschäftsführerin des Verbandes „DIE GÜTERBAHNEN“ (Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e. V. (NEE)) niederlegen. Ausgangspunkt ist ihr persönlicher Wunsch, sich nach sieben Jahren beruflich neu zu orientieren. Bis zu ihrem Ausscheiden wird sie ihre Tätigkeit uneingeschränkt fortführen – die Suche nach einem Nachfolger ist angelaufen.

Wesseln ist seit 2019 für den Verband tätig und seit 2021 Co-Geschäftsführerin neben Peter Westenberger.

[DE] Neuer NEE-Vorstand gewählt

Auf seiner Mitgliederversammlung in Bremen hat der Verband „Die Güterbahnen“ (Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e. V. (NEE)) seinen Vorstand für zwei Jahre gewählt. Henrik Würdemann (Geschäftsführer Captrain Deutschland) wurde im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Als sein Stellvertreter agiert neu Roger Mahler (Geschäftsführer METRANS Rail (Deutschland)), der bereits seit Längerem im Vorstand des Verbandes aktiv ist. Sein Vorgänger Sven Flore verließ das Gremium nach 17 Jahren.

Schatzmeisterin Diana Döpping (Geschäftsführerin ERC.D), Thilo Beuven (Geschäftsführer R.AT.H.), Jan Elfenhorst (Executive Director Rail & Strategy bei EP Logistics International) und Michael Baier (Geschäftsführer Rhenus Rail und LTE Gruppe) gehören unverändert dem Vorstand an. Neu in das Gremium gewählt wurde Pascal Gentges, CCO der SBB Cargo International.

[DE] TPS-Reform: Gutachten untersucht Kosten

Die von mehreren Akteuren geforderte Reform des deutschen Trassenpreissystems scheitert vielleicht an politischem Mut, aber nicht wegen zusätzlicher Kosten für den Bundeshaushalt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Forschungs- und Beratungsunternehmens INFRAS. Im Auftrag der GÜTERBAHNEN hat das Schweizer Unternehmen die finanziellen Auswirkungen einer Umstellung vom heutigen Vollkostensystem auf das in Europa eigentlich übliche Grenzkostenprinzip untersucht. Entgegen wiederholter Behauptungen des Bundesverkehrsministeriums verursacht eine Umstellung keine Finanzierungslücke und es gäbe somit auch keine zusätzliche Belastung des Bundeshaushalts, wenn gleichzeitig drei vorhandene Finanzströme des Bundes gebündelt werden.

Die von INFRAS modellierte Entwicklung umfasst den Zeitraum von 2027 bis 2031. Sie zeigt, dass der aktuell rund acht Milliarden Euro hohe Bedarf für Betrieb und Instandhaltung des Schienennetzes ohnehin schon zu einem großen Teil durch den Bund finanziert wird – allerdings auf Umwegen: als nachträgliche Trassenpreisförderungen und in Form von Anteilen der Regionalisierungsmittel zur Nahverkehrsfinanzierung. Zusammen mit geplanten Instandhaltungszuschüssen des Bundes können auch grenzkostenbasierte Trassenpreise das nötige Finanzvolumen vollständig sichern.

[DE] Verband „Die Güterbahnen“ feiert 25-Jähriges

Der Verband „Die Güterbahnen“ hat am Abend des 03.11.2025 das 25-jährige Jubiläum in Hannover gefeiert. Was am 02.12.2000 als Netzwerk Privatbahnen begann, hat sich inzwischen in Form des Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) e.V. zu einem Verband von 120 Mitgliedern und einem Marktanteil der Wettbewerber von 64 % entwickelt.

Foto: NEE

[DE] 9. Wettbewerber-Report Eisenbahnen

mofair und DIE GÜTERBAHNEN stellten am 22.09.2025 ihren 9. Wettbewerber-Report Eisenbahnen in Berlin vor. Trotz schwächelnder Konjunktur, steigender Kosten und einer zaudernden Bundesregierung zogen die Verbände eine positive Bilanz für die Wettbewerbsbahnen in Deutschland: Seit 1996 wurde die Verkehrsleistung im Güterverkehr auf der Schiene mehr als verdoppelt. Dafür sind nach Recherchen der Verbände ausschließlich die nicht zur DB gehörenden Wettbewerber verantwortlich.

Erstmalig wurden für den Wettbewerber-Report Trassen- statt Tonnenkilometer mittels Vollmachten direkt bei der DB InfraGO abgefragt. Reine Lokfahrten bleiben unberücksichtigt.

Marktanteile SGV 2024. Grafik: NEE (Anmerkung der Redaktion: Mit RGB ist wohl RBH gemeint)

[DE] DB-Watch: HH-Berlin-Umleiter mit Problemen

Das Portal DB-Watch berichtet am 11.08.2025: „Letzte Nacht stauten sich zeitweise bis zu zwölf Güterzüge auf Umleiterrouten um den gesperrten Korridor Hamburg-Berlin. Der Grund: Die Strecken (1) Bad Bevensen-Bienenbüttel und (2) Frellstedt-Königslutter-Schandelah sind baustellenedingt nachts nur eingleisig befahrbar. Dadurch benötigte ein Eisenbahnverkehrsunternehmen für die 50 Kilometer lange Strecke von Hamburg nach Lüneburg ganze vier Stunden.“

Ein derartiges Betriebserschwernis hätte nach Einschätzung des Portalbetreibers Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) vermieden werden können: Bereits im Vorhinein bemängelten Branchenvertreter immer wieder Schwächen im Umleiterkonzept der DB InfraGO für den Schienengüterverkehr.

Korridorsanierung 46: Umleiterstrecken für Vollsperrung Hamburg-Berlin und Eingleisigkeit wegen Bauarbeiten. Grafik: DB-Watch

[DE] Konzept für ein gemeinwohlorientiertes Trassenpreissystem

Der Verband DIE GÜTERBAHNEN haben am 22.07.2025 einen Vorschlag zu einer grundlegenden Reform des Trassenpreissystems im Schienenverkehr vorgelegt. Enthalten ist, das System im Einklang mit den aktuellen Empfehlungen der EU-Kommission auf Grenzkosten umzustellen, Trassenpreise nicht mehr mehrfach jährlich schwanken zu lassen und sich bei der Höhe an den verkehrspolitischen Zielen des Bundes zu orientieren. „Eine Höhe von circa 2 Euro pro Kilometer für den Standard-Güterzug wäre ideal. Höhere Preise sind bei der verladenden Wirtschaft kaum vermittelbar und führen zu immer mehr Wechsel auf den Lkw. Funktionierender Wettbewerb ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht möglich, wie wir schon seit 2023 sehen: Es wird wieder vermehrt mit dem Lkw transportiert“, sagt Peter Westenberger, Geschäftsführer der GÜTERBAHNEN, in einem Pressegespräch in Berlin.

Im derzeit geltenden Vollkostenmodell müssen die Nutzer der Schienen alle Infrastrukturkosten tragen – samt Gewinnaufschlag und Konzernumlage. Das Modell sollte nach den Vorstellungen der GÜTERBAHNEN bis zum kommenden Frühjahr entwickelt und von Bundestag und Bundesrat vor der Sommerpause 2026 beschlossen werden, so dass es spätestens zum 01.01.2027 in Kraft treten kann.

[DE] NEE kritisiert Netzzustandsbericht

Peter Westenberger, Geschäftsführer des Verbandes DIE GÜTERBAHNEN, kommentiert den Netzzustandsbericht der DB InfraGO:

„Trotz noch einmal gesteigerter Ersatzinvestitionen und Instandhaltungsaufwände konnte die DB InfraGO im Schnitt nur den weiteren Verfall des Schienennetzes aufhalten. Zugleich sind die Behinderungen durch gestörte und überalterte Anlagen, aber auch durch das Baugeschehen zur Modernisierung enorm. Der Bericht weist auf zwei Handlungsfelder hin, die miteinander verzahnt sind. Erstens: Das Tempo reicht noch nicht: Mehr Budget, aber auch eine viel bessere Koordination der vielen Baustellen ist erforderlich. Zweitens: Die Einkaufspreise der DB und ihr eigener Aufwand steigen viel zu schnell. Konkret schraubte sich von 2023 auf 2024 die Schätzung des verbleibenden Erneuerungsbedarfs des Netzes von 92,2 auf 109,8 Milliarden und die Kosten der Bahnhöfe von 17,6 auf 20,3 Milliarden Euro hoch. Unverständlich bleibt für uns dabei, warum bei Bauprojekten der Schiene alles teurer wurde, während sich laut des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt und Raumforschung der Preisauftrieb für Bauleistungen im Jahr 2024 insgesamt wieder beruhigte. Wir fordern erneut, dass Netzsanierung und -ausbau durch ein neues Bundesamt für Schieneninfrastruktur (BASchi) nach Schweizer Vorbild begleitet werden.“

[DE] NEE: Würdemann statt Kerkeling

Nach zwölf Jahren als Vorstandsvorsitzender des vereines Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE; „DIE GÜTERBAHNEN“) hat Ludolf Kerkeling nicht erneut kandidiert und den Staffelstab an einen Nachfolger übergeben. Bei der gestrigen Mitgliederversammlung und anschließenden Vorstandssitzung des Verbandes in Karlsruhe wurde Kerkeling verabschiedet und einstimmig zum zweiten Ehrenvorsitzenden des Verbandes gewählt. Captrain Deutschland-Geschäftsführer Henrik Würdemann wurde zu seinem Nachfolger bestimmt.

Henrik Würdemann übernimmt den Vorstandsvorsitz vom Langzeit-Vorsitzenden Ludolf Kerkeling, der seit der Amtsübernahme 2013 insgesamt fünfmal einstimmig wiedergewählt worden war. Kerkeling, im Hauptberuf Vorstand der Havelländischen Eisenbahn AG (HVLE) und 2022 für seine Verdienste um energieeffiziente Lokomotivtechnologien mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, führte den Verband auf Wachstumskurs: So wuchs der Verband unter Kerkeling nicht nur von 22 auf 110 Mitglieder an, sondern stellte sich nach eigener Aussage inhaltlich auch breiter auf.

[DE] NEE: Neue Vorstandsmitglieder

Die Mitgliederversammlung des Vereines Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) wählte Diana Döpping und Michael Baier als neue Mitglieder in den Vorstand. Diana Döpping ist Geschäftsführerin des Eisenbahnverkehrsunternehmens ERC.D GmbH, das schwerpunktmäßig Zulassungs-, Probe- und Überführungsfahrten durchführt. Sie wird Gerhard Timpel in der Funktion als Schatzmeisterin folgen, nachdem dieser nicht erneut kandidiert hatte. Michael Baier steht dem internationalen Logistiker Rhenus Rail und der LTE Gruppe vor.