RCH verbindet Triest und Budapest

Mit der Abwicklung von wöchentlich vier Zugpaaren vom Tiefseehafen Triest Richtung Budapest hat sich Rail Cargo Hungaria (RCH) an den fahrplanmäßigen Schiffscontainerverkehr angeschlossen. Der erste, aus 20 Wagen bestehende Zug transportierte im Oktober 2020 Maschinen, Fahrzeugkomponente, elektronische Geräte und Kleidungsstücke aus Asien nach Budapest und beförderte auf dem Rückweg Container mit Waren der Lebensmittel- und Kunststoffindustrie und Maschinenteile zum Adriahafen.

In weniger als einem Monat stieg auch das Güterverkehrsvolumen aus anderen adriatischen Häfen deutlich an. Der Rail Cargo Terminal – BILK wird wöchentlich mit zusätzlich zwei Importzugpaaren mit den Häfen Koper und Rijeka verbunden. Der Verkehrsanstieg zwischen dem griechischen Piräus und dem Containerterminal BILK zeigt sich ähnlich. Waren zu den südlichen Docks werden derzeit mit etwa 30 Zugpaaren pro Woche befördert.

RCC DE vermietet ER 20

Die Rail Cargo Carrier – Germany vermietet mit Stand November 2020 vier ihrer fünf Dieselloks des Typs Siemens ER 20. Dabei sind 223 157 bei der Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr IGE sowie die 223 158 bei der RailTransport-Stift (RTT) im Einsatz. Die 223 154 und 155 wurden per 29.10.2020 an die ÖBB-Produktion vermietet. Sie sind in Villach beheimatet und werden ausschließlich im Bauzugdienst zwischen Villach und Rosenbach sowie im Karawankentunnel eingesetzt, der derzeit modernisiert wird.

Die fünf Loks stammen aus der „Erbmasse“ der integrierten PCT Private Car Train und werden nach Verlust von Automobilvekehren Ende 2019 nicht mehr in vollem Umfang benötigt.

Ebner statt Müller bei RCO

Christopher Müller, seit Januar 2018 Geschäftsführer der Rail Cargo Operator – Austria GmbH (RCO AT) hat das Unternehmen verlassen und ist seit Oktober 2020 Geschäftsführer der Logwin Solutions Austria GmbH.

Sein Nachfolger ist Bernhard Ebner, der seit September 2018 die Business Unit Intermodal der Rail Cargo Group leitet. Ebner war zuvor 16 Jahre Geschäftsführer der Berger Logistik GmbH sowie 19 Jahre Head Of Logistics der Schenker & Co AG.

Bahnlogistiker prüfen Allianz

Die Bahnlogistiker und Zugoperateure ChemOil (SBB Cargo), Forwardis (SNCF), Lineas, VTG Rail Logistics, PCC Intermodal und Rail Cargo Logistics (ÖBB) prüfen nach Informationen der Deutschen Verkehrszeitung (DVZ) die Möglichkeit, enger beim Transport von Einzelwagen und Wagengruppen zusammenzuarbeiten. Dadurch soll die Auslastung der Netze steigen und Kosten sinken. Für den Endkunden ergäbe sich mit dem Zusammenschluss der Angebote ein flächendeckenderes Netz.

Chemoil, Forwardis, Lineas und Rail Cargo Logistics haben ihre Netze bereits im Ruhrgebiet verknüpft – Bericht dazu folgt.

Kaindl-Shuttle geht an RCA

Der aktuell von der Salzburger Lokalbahn (SLB) traktionierte „Kaindl-Shuttle“ wird zum Jahresende dem Vernehmen nach von der Rail Cargo Austria (RCA) übernommen. Die kommunale Bahngesellschaft hatte 2019 den Ausstieg aus dem Schienengüterverkehr beschlossen.

Das Zugprodukt war 2003 als Innerwerksshuttle der Kaindl Holz Industrie zwischen deren 70 km entfernten Werken in Klessheim bei Salzburg und Lungötz entstanden. Möglich wurde dies durch Zusammenarbeit von Salzburger EisenbahnTransportLogistik (SETG) und Salzburger Lokalbahnen (SLB). Jährlich werden damit dem Salzburger Zentralraum und der Tauernautobahn 11.000 Lkw Fahrten erspart.

RCH mietet TRAXX DE

Aktuell weilt Akiems 285 107 (Bombardier TRAXX DE) mit Bremslok 480 029 der LTE Group für Zulassungsfahrten in Ungarn. Dem Vernehmen nach ist eine Vermietung an Rail Cargo Hungaria (RCH) geplant.

285 107+480 029
Quelle: https://www.flickr.com/photos/lacosska/50508272593/

RTB CARGO fährt Rübentrockenhackschnitzel

Am 19.10.2020 startete ein Rübentrockenhackschnitzelzug der RTB CARGO von der Zuckerfabrik in Tulln an der Donau (Österreich) Richtung Oss (Niederlande) im Auftrag der Rail Cargo Logistics (RCL).

In den Jahren 2015 bis 2018 hatte DB Cargo die Verkehre Tulln – Oss im Herbst sowie teilweise auch im Frühjahr gefahren. 2015 und 2017 belieferte Tulln auch Delfzijl. 2019 waren keine Rübenhackschnitzel aus Tulln in die Niederlande gebracht worden.

https://www.facebook.com/Eisenbahnverkehrsunternehmen/posts/2738425653091283

RailTransport Stift mietet ER 20

Der tschechische Unternehmer Radan Stift setzt über sein Unternehmen RailTransport-Stift s.r.o. (RTT) seit August 2020 auch eine gemietete Diesellok des Typs ER 20 vor Güterzügen ein. Die Maschine stammt aus dem Bestand der Rail Cargo Carrier – Germany (RCCDE) und war dort nach größeren Verlusten im Automobilverkehr entbehrlich geworden.

223.158, Nex 55616 (J.Hradec - Česká Kubice), J.Hradec, 21.9.2020
Quelle: https://www.flickr.com/photos/147682449@N08/50372645796/

Dreijahresvertrag mit Logistiker

Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit von ÖBB Rail Cargo Group und Gebrüder Weiss wird der Vertrag des gemeinsamen Güterzugs „Orange Combi Cargo“ (OCC) um weitere drei Jahre verlängert. Bereits seit dem 07.01.2008 setzt Gebrüder Weiss den OCC als exklusiven Ganzzug täglich zwischen Wien und Bludenz mit Zwischenstopp in Hall in Tirol ein.

Chinageschäft der RCG wächst

Die ÖBB-Tochter Rail Cargo Group vermeldet Zuwächse im Geschäft mit Zügen aus / nach China:

Die Verbindung Xi‘an – Budapest wird aktuell wöchentlich bedient, Jinan – Budapest im vierzehntägigen Rhythmus. Beide fahren durch die Mongolei, Russland und die Ukraine zur ungarischen Grenzstadt Záhony (Eperjeske).

Containerzüge aus China erreichen die Europäische Union unter anderem auch durch den polnischen Bahnhof Malaszewicze, in diesem Jahr etwa 50 Züge, die von der RCO organisiert wurden. Zwei Ganzzüge pro Woche befördern Produkte hauptsächlich für den ungarischen Markt, aus dem durch die RCG-Tochter Rail CargoTerminal (RCT) betriebenen Terminal BILK in Budapest setzen viele Container ihre Reise auf der Schiene nach Italien, Rumänien und in die Türkei fort.

Auch auf der maritimen Seidenstraße zeigt sich nach Unternehmensauskunft ein enormer Verkehrszuwachs: verglichen mit dem von der Pandemiesituation verursachten Verkehrsrückgang im Frühling, transportieren seit Mitte August wöchentlich zehn Züge Container aus dem griechischen Piräus auf die ungarischen Märkte und durch Ungarn in die mitteleuropäische Region. Wöchentlich verkehrt ein Zugpaar vom Hafen Idomeni, seit August statt den früheren drei bereits vier bis fünf Zugpaare aus dem Dock in Rijeka und vom slowenischen Koper wöchentlich vier Zugpaare, die Container mit chinesischen bzw. ungarischen Waren befördern. Mit Containern und Sattelaufliegern beladene Züge fahren von Halkali in der Türkei Richtung RCT – BILK und Sopron.

Die nach den negativen Auswirkungen angelaufene chinesische Produktions- und Transporttätigkeit ergab in der Periode April bis August einen Zuwachs von 13 % im Vergleich zum Basisvolumen der asiatischen intermodalen Verkehre der RCH, was auch die Umstrukturierung der Rollenverteilung der adriatischen Häfen mit sich brachte.