Die TX Logistik startet am 11.01.2021 ein neues Intermodalprodukt zwischen Köln (Terminal Nord) und Bologna (Interporto). Es werden fünf Rundläufe in Eigentraktion mit Laufweg über den Gotthard erbracht. Das Produkt ist P400-fähig und wird in Kooperation mit Arcese umgesetzt.
SRT kauft Re 4/4 II der SBB Cargo
Die Swiss Rail Traffic (SRT), CH-Glattbrugg, hat eine E-Lok des Typs Re 4/4 II von SBB Cargo erworben. Die Übernahme erfolgte per 05.10.2020.
SRT 421 374 ex SBB-Cargo mit 2 Tm auf meiner Gartenbahn. ©by pbernet 13.11.2020
Gepostet von Peter Bernet am Freitag, 13. November 2020
SBB Cargo kuppelt mit Voith CargoFlex
SBB Cargo bestellt weitere 206 Wagen- und 16 Hybridkupplungen für den kombinierten Frachtverkehr. Mit der Bestellung soll ab Juni 2021 der komplette Inlandsfrachttransport automatisiert werden. Der störungsfreie Betrieb und das positive Feedback des Rangierpersonals sowie Wagenhalter führten zu der Entscheidung die Automatisierung auf den kompletten kombinierten Verkehr zu erweitern.
Seit Mai 2019 wird die Voith CargoFlex im laufenden Betrieb bei SBB Cargo eingesetzt. Die 25 Lokomotiven und 100 Wagen wurden hierzu mit 200 Wagen- und 50 Hybridkupplungen von Voith ausgestattet.

Corona-Hilfe für SBB Cargo
Mit dem vom Parlament in der Herbstsession beschlossenen Gesetz zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs in der Corona-Krise kann der Bund unter anderem Beiträge an Eisenbahnverkehrsunternehmen im Schienengüterverkehr entrichten. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Schweiz und SBB Cargo haben sich nun über die konkreten Grundsätze geeinigt, welche die Ausrichtung eines finanziellen Beitrags an SBB Cargo regeln. Dazu haben sie eine Absichtserklärung unterzeichnet.
Anrechenbar sind gemäß der Absichtserklärung Kosten aufgrund des Rückgangs des Transportvolumens sowie pandemiebedingte Mehrkosten, etwa für Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel, oder für die Neuplanung des Angebots. SBB Cargo weist gemäß heutigem Stand eine covid-bedingte finanzielle Lücke von bis zu 35 Millionen Franken aus. In einem nächsten Schritt wird SBB Cargo ein definitives Gesuch einreichen. Das BAV wird dieses prüfen und entscheiden, ob sämtliche ungedeckten Kosten vollumfänglich anerkannt werden. Es legt dann die Höhe der finanziellen Unterstützung fest. Außerdem braucht es noch die definitive Mittelfreigabe in der Wintersession durch die Eidgenössischen Räte. Die Frist zur Einreichung allfälliger weiterer Gesuche für betroffene Unternehmen im Schienengüterverkehr läuft bis im Frühjahr 2021.
Bundesrat und Parlament erwarten, dass die Bahnunternehmen die bestehenden Angebote 2021 weiterführen und auf generelle Preiserhöhungen verzichten. SBB Cargo wird daher die im System-Wagenladungsverkehr angebotenen Bedienpunkte 2021 unverändert anbieten. Ausnahmen sind Angebotsanpassungen im Einvernehmen mit den Kunden. Die Kundenlösungen außerhalb des System-Wagenladungsverkehrs sind kundenspezifisch und werden nicht als systemrelevantes, reguläres Angebot von SBB Cargo eingestuft. Dementsprechend kann SBB Cargo die Kundenlösungen gemäß den mit Kunden, Vertretern der Politik und den Verbänden definierten Prozessen anpassen.
SBB Cargo verzichtet überdies 2021 auf generelle Preisanpassungen. Damit erhalten die Kunden von SBB Cargo in der aktuell konjunkturell anspruchsvollen Situation Planungssicherheit.
Dieselöl neu mit HSL Logistik
HSL Logistik ist seit 22.11.2020 neuer Partner der BLS Cargo in Deutschland und den Niederlanden bei Dieselöltransporten zwischen Rotterdam und der Schweiz. Die Verkehre laufen bis Jahresende 2 x pro Woche mit durchgehendem Lokeinsatz und danach mit HSL-Traktion 1-2 x pro Monat als Spot. Auftraggeber ist BP, als Bahnspedition ist Dettmer Rail involviert.
HSL Logistik setzt in Rotterdam für die erste Meile ab dem Tanklager der Koole Tankstorage Minerals die jüngst im Hafen stationierte G 2000-3 BB ein.
HSL und BLS Cargo arbeiteten zuvor schon bei Intermodalzügen Kaldenkirchen – Domodossola, Hüttensandtransporten Salzgitter – Zizers und Mineralöltransporten Leuna – Niederglatt zusammen.
Vorgänger der HSL bei den Dieselölzügen war Independet Rail Partner (IRP) – am 30.08.2020 kam es dabei zu einem schweren Unfall in Niederlahnstein.
RTI erstmals selbst gen Schweiz
Die slowakische Güterbahn Railtrans International (RTI) hat erstmals mit Eigentraktionen in Österreich und Deutschland einen Kesselwagenzug in die Schweiz organisiert. Die Leistung mit Mineralöldestillat aus Bratislava traf am 14.11.2020 in Karlsruhe ein, wo sie an den Kooperationspartner ChemOil überging. Dieser sorgte mit den Traktionspartnern SBB Cargo Deutschland und SBB Cargo für die Weiterfahrt zur Raffinerie Cressier in Cornaux.
Neue Einsatzmöglichkeiten für Lokpersonal
Per Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wird der Ceneri-Basistunnel in Betrieb genommen. Dieser Schritt hat auch Auswirkungen auf den Güterverkehr in der Schweiz, vor allem auf die Art und Weise, wie er produziert wird. Die Lokführerwechsel werden neu an den Grenzpunkten in Basel und Chiasso vorgenommen – die Halte in der Zentralschweiz sind betrieblich künftig nicht mehr möglich. Bis Ende 2022 konnte SBB Cargo jedoch Halte in der Zentralschweiz sicherstellen. Aufgrund der stagnierenden Wirtschaft und der Corona-Krise haben zudem die internationalen Verkehre am Standort Arth-Goldau sowie in Brig abgenommen. Das heisst, das Lokpersonal von SBB Cargo kann an diesen Standorten bereits ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 nicht mehr voll ausgelastet werden. In Arth-Goldau sind 45 Stellen betroffen, in Brig vier.
Bei SBB Personenverkehr herrscht an verschiedenen Standorten ein Mangel an Lokführenden. Eine Arbeitsgruppe hat für die SBB Cargo-Lokführer von Arth-Goldau intern und extern 35 mögliche Stellen beim Personenverkehr, bei SBB Cargo International, in anderen Cargo-Depots sowie bei der SOB definiert. Weitere werden folgen, können derzeit aber noch nicht im Detail genannt werden. Der Wechsel kann in mehreren Schritten bereits ab Januar 2021 erfolgen und wird spätestens per Fahrplanwechsel im Dezember 2022 abgeschlossen sein. Am Standort Brig können vier Cargo-Lokführer zum Personenverkehr wechseln.
Isenmann leitet neue Trassenvergabestelle
Das Parlament hat mit dem Gesetzespaket zur Organisation der Bahninfrastruktur (OBI) beschlossen, die Fahrgastrechte zu stärken, den diskriminierungsfreien Zugang zu den Bahnnetzen zu stärken und die Trassenvergabestelle per 01.01.2021 in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes zu überführen. Diese wird künftig von Thomas Isenmann geleitet. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18.11.2020 den entsprechenden Wahlentscheid des Verwaltungsrats genehmigt. Gleichzeitig hat er auch die Personalverordnung und die strategischen Ziele der Schweizerischen Trassenvergabestelle für die Jahre 2021 – 2024 genehmigt.
Das vom Parlament beschlossene Gesetzespaket zur Organisation der Bahninfrastruktur (OBI) bezweckt, die Fahrgastrechte zu stärken und einen diskriminierungsfreien Netzzugang sicherzustellen. Dazu wird die Trassenvergabestelle per 01.01.2021 in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes überführt. Diese baut auf der Trasse Schweiz AG auf, die heute von der SBB, BLS und SOB sowie vom Verband öffentlicher Verkehr (VöV) getragen wird. Die neue Trassenvergabestelle (TVS) erhält zusätzliche Kompetenzen: Neben der Trassenvergabe wird sie für die Erstellung des Fahrplans verantwortlich sein. Dazu darf sie Dritte beauftragen. Außerdem wird sie das Inkasso des Trassenbenutzungsentgelts der Bahnen vornehmen und das Eisenbahn-Infrastrukturregister führen.
Die neue Trassenvergabestelle wird außer für die Schmalspurbahnen für alle Bahnen zuständig sein. Geschäftsführer wird Thomas Isenmann, der seit 2006 die Trasse Schweiz AG leitet. Der Bundesrat hat den Wahlentscheid des Verwaltungsrats heute genehmigt. Isenmann verfügt über profunde Branchenkenntnisse und hat langjährige Erfahrung im Bereich der Bahninfrastruktur. Der Verwaltungsrat der TVS wird von alt Nationalrat Urs Hany präsidiert, der bereits der Trasse AG vorstand. Er war vom Bundesrat im Mai gewählt worden, zusammen mit den anderen Mitgliedern des Verwaltungsrats, Alexander Stüssi, Claudio Blotti, Claudia Demel und Isabelle Oberson Clementi.
Unregelmässigkeiten bei Anschlussgleis-Finanzierung aufgearbeitet
Am 28.02.2020 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Schweiz dargelegt, dass es Anzeichen gebe, wonach in den letzten Jahren die Transportmengen in einer Datenbank des BAV nicht korrekt registriert und so gewisse Rückforderungen gegenüber Anschlussgleisbetreibern nicht geltend gemacht worden seien. Das BAV hat zudem die Bundesanwaltschaft eingeschaltet und umgehend die Aufarbeitung an die Hand genommen.
Inzwischen sind die internen Abklärungen abgeschlossen. Diese haben ergeben, dass dem Bund ein Schaden von rund 1,5 Mio. CHF entstanden sein dürfte (inkl. Zinsen). Dies hauptsächlich, weil Rückforderungen nicht eingeleitet wurden und inzwischen verjährt sind. In weiteren, noch nicht verjährten Fällen hat das BAV umgehend Rückforderungsverfahren im Umfang von knapp 0,3 Mio. Franken eingeleitet.
Das BAV hat inzwischen die Prozesse bei der Anschlussgleis-Finanzierung überprüft und Maßnahmen zur Verbesserung der Abläufe und Kontrollen umgesetzt. Dazu gehört zum Beispiel die lückenlose Dokumentation der einzelnen Verfahren oder die Klärung verfahrensrechtlicher Fragen. Das BAV hat die Ergebnisse der Arbeiten zur strafrechtlichen Beurteilung der Bundesanwaltschaft übergeben.
4-Meter-Korridor: Bözbergtunnel ertüchtigt
Seit 12 Uhr am 06.11.2020 rollen Züge durch den neuen doppelspurigen Bözbergtunnel. Nun können dort auch Sattelauflieger mit einer Höhe von vier Metern auf der Bahn transportiert werden. Die SBB hat im Auftrag des Bundes einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse realisiert. Der neue Bözbergtunnel war das größte Einzelprojekt in diesem Rahmen.
Die Abschlussarbeiten sind nun beendet, doch die geplante Eröffnungsfeier konnte aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht durchgeführt werden.

