Wachstum des intermodalen Verkehrs in Polen

Das Jahr 2021 war trotz der Pandemie durch einen Anstieg um 2,7 Mio. t mehr als im Jahr 2020 im intermodalen Verkehr gekennzeichnet. Es wurden 26,5 Mio. t Güter intermodal auf der Schiene transportiert, die Transportleistung betrug 8,2 Mrd. Tonnenkm. Im Vergleich zu 2020 stieg das Gewicht der transportierten Güter um 11,6 % und der Transportaufwand um 4,4 %. Die am stärksten nachgefragten intermodalen Verkehrswege waren diejenigen, die von den Seehäfen Gdańsk/Danzig und Gdynia/Gdingen ins niederschlesische Brzeg Dolny/Dyhernfurth oder nach Warszawa/Warschau und über die Grenzübergänge zu Deutschland und Weißrussland führten.

1. Inlandsverkehr

2021 wurden in Polen 43 intermodale Terminals betrieben, das größte Terminal war DCT in Danzig, an zweiter Stelle BCT in Gdingen. Der kombinierte Umschlag dieser beiden Seeterminals machte fast 43 % des Wertes der Gesamtmenge all dieser Einrichtungen aus, sie sind Teil globaler Lieferketten und wickeln die größten Containerschiffe ab. Nach Angaben des polnischen Amtes für Schienenverkehr (Urząd Transportu Kolejowego; UTK) stieg nach einem schwächeren Jahr 2020 bei den Umladungen in polnischen Häfen das Volumen der transportierten TEU im Jahr 2021 um 8,9 %. Ein beträchtlicher Teil der intermodalen Züge im Inlandsverkehr beinhaltet die Bewegung von Gütern zwischen intermodalen Terminals, sie werden u. a. zum Transport leerer Container oder zur Zusammenstellung von Zügen verwendet, die von anderen Orten im Land transportiert werden.

Die wichtigsten Grenzübergänge für den intermodalen Verkehr. Quelle: UTK

2. Internationaler Verkehr

Im Jahr 2021 wurden 5279 Züge über den Grenzübergang Rzepin – Oderbrücke und 914 Züge über Węgliniec – Horka geführt. Auf der anderen Seite fuhren an der Ostgrenze 5066 intermodale Züge über Brest Severnyj – Małaszewicze Centralne/Południowe und 4333 Züge über Kobylany – Park Bug. Małaszewicze und Kobylany spielt eine dominierende Rolle beim Transport von Gütern im Transit von/nach osteuropäischen und asiatischen Ländern.

An den Grenzübergängen zwischen Polen und Russland (Gebiet Kaliningrad/Königsberg) fuhren über Železnodorožnyj – Korsze Towarowa 603 Züge und über Braniewo – Mamonowo 181 Züge.

Die Anzahl der Züge über die Südgrenze Polens ist nach wie vor gering. An der Grenze zur Tschechischen Republik verkehrten 1296 Züge über Bohumín-Vrbice/Bohumín – Chałupki, 647 Züge über Zebrzydowice – Petrovice u Karviné und 87 Züge über Lichkov – Międzylesie.

Auf Strecken von und nach Westeuropa, die in Polen beginnen oder enden, sind die wichtigsten Stationen Stara Wieś (bei Kutno), Swarzędz, Gądki (wichtige Station für die Abfertigung von Sattelaufliegern im intermodalen Verkehr), Poznań Franowo, Pruszków und Gliwice – alle erzeugen Verkehr über den Grenzübergang Rzepin/Oderbrücke. Den Verkehr über Węgliniec/Horka beeinflussen vor allem die in Niederschlesien gelegenen Intermodalterminals. Für den Grenzübergang Bohumín/Chałupki dominieren die Umladungen am Terminal in Sławków und die am Bahnhof Jaworzno Szczakowa umgeschlagenen Lasten.

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