Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat dem von der DB InfraGO AG mit Eisenbahnverkehrsunternehmen, Verbänden und Bundesländern überarbeiteten Zeitplan für Generalsanierungen zugestimmt. Damit setzt die DB die in der Koalitionsvereinbarung vorgesehene Anpassung der Sanierungszeiträume an die Laufzeit des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität um. Zudem wurden die Rückmeldungen der Branche, u.a. zur Stabilität von Umleitungsverkehren sowie die Ressourcen der Bahn- und Bauindustrie berücksichtigt.
Gleichzeitig strebt die DB InfraGO AG ab 2026 bei den Trassenpreisen Erleichterungen für die Eisenbahnverkehrsunternehmen an, deren Züge wegen der Korridorsanierungen auf Umleitungsstrecken längere Wege zurücklegen müssen. Für diese Verkehre sollen keine höheren Kosten entstehen als auf dem regulären Weg. Für jede Umleitungsstrecke ist ein vorab definierter, prozentualer Entgeltnachlass vorgesehen, der in den Infrastrukturnutzungsbedingungen der DB InfraGO AG veröffentlicht wird. Diese Art der Kompensation erfordert eine Zustimmung der Bundesnetzagentur. Mit einer Entscheidung der Behörde ist frühestens im November zu rechnen.
- 2026: Hagen – Wuppertal – Köln, Nürnberg – Regensburg, Obertraubling – Passau, Troisdorf – Unkel / Unkel – Wiesbaden
- 2027: Rosenheim – Salzburg, Lehrte – Berlin, Bremerhaven – Bremen, Fulda – Hanau
- 2028: Köln – Koblenz / Koblenz – Mainz, München – Rosenheim, Hagen – Unna – Hamm, Lübeck – Hamburg
- 2029: Hamburg – Hannover, Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen, Forbach – Ludwigshafen, Aachen – Köln
- 2030: Stuttgart – Ulm, Stendal – Magdeburg, Uelzen – Stendal, Frankfurt – Heidelberg
- 2031: Mannheim – Karlsruhe, Lehrte – Groß Gleidingen, Bremen – Hamburg, Würzburg – Nürnberg
- 2032: Bebra – Erfurt, Bebra – Fulda, Münster – Recklinghausen, Weddel – Magdeburg
- 2033: Bremen – Osnabrück, Osnabrück – Münster, Hamm – Düsseldorf – Köln
- 2034: Bremen / Rotenburg – Wunstorf, Kassel – Friedberg, Ulm – Augsburg
- 2035: Minden – Wunstorf, Nordstemmen – Göttingen
- 2036: Flensburg–Hamburg

