[NL] Rail Cargo Group firmiert um

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Geschäftsfeldes von reinen Transportdienstleistungen auf Speditionsaktivitäten innerhalb der Benelux-Länder wurde die Rail Cargo Carrier – Benelux B.V. (RCC BX) per 16.04.2026 in Rail Cargo Group – Benelux B.V. (RCG BX) umfirmiert und auch die Markenführung angepasst.

Es handelt sich dabei um eine neuerliche Namensänderung nach weniger als zwei Jahren, denn erst mit der Übernahme durch die ungarische RCG-Landestochter Rail Cargo Carrier Nemzetközi Árufuvarozási Kft. (RCC) am 01.06.2024 war die Güterbahn, die bis dato Captrain Netherlands B.V. hieß, das letzte Mal umbenannt worden.

[HR] Umleiter im Norden Kroatiens

Im Norden Kroatiens kam es im Grenzverkehr mit Ungarn zu Umleitungen mit Dieseltraktion. Grund waren Bauarbeiten auf der elektrifizierten Strecke Dugo Selo – Novo Drnje (- Gyékényes (Ungarn)) vom 07. bis 20.04.2026 sowie auf der Verbindung Varaždin – Koprivnica vom 07.04. bis 02.05.2026.

Die meisten Güterzüge wurden über nicht elektrifizierte Bahnstrecken via Kotoriba, Varaždin und Konjščina nach Zabok umleitet. Zum Einsatz kamen Dieselloks der HŽ Cargo (Baureihe 2062), Log Rail (Baureihe 2044) sowie der ÖBB Rail Cargo Group (Baureihe 2016).

Grafik: HŽ Infrastruktura

[NL] Hafenbahn Rotterdam: EVU kooperieren

Sechs Bahnbetreiber – Rail Force One (RFO), HSL Netherlands, DB Cargo Nederland, RTB CARGO NETHERLANDS, LTE Netherlands und die ÖBB Rail Cargo Group – haben unter Leitung der Hafenbehörde Rotterdam eine Vereinbarung unterzeichnet, um die operative Zusammenarbeit auf der Hafenbahn zu verbessern.

Im Rahmen des sogenannten Rangierabkommens können Transportunternehmen – die zusammen 70 % des Marktes ausmachen – im Falle von Kapazitätsproblemen gegenseitig zu festen Preisen übernehmen. Diese Kooperationsform soll Zugausfälle und lange Verspätungen verhindern. Darüber hinaus stellt diese Zusammenarbeit sicher, dass im Falle von Abweichungen von den Standardfahrplänen sofort ein Notfallplan verfügbar ist und Züge schnell übernommen werden können. Die Terminals profitieren, weil ihre Gleise rechtzeitig auch bei Unterbrechungen freigegeben werden, sodass planmäßige Züge auch wie geplant fahren können.

„Track Together“ startete am 01.04.2026 als siebenmonatiges Pilotprojekt. Im Erfolgsfall wird es dauerhaft fortgesetzt.

Foto: Port of Rotterdam

[AT] Rezession drückt ÖBB Ergebnis

Die ÖBB haben ihre Bilanz 2025 präsentiert. Aus Sicht der Staatsbahn war „2025 ein Geschäftsjahr mit Licht und Schatten“. Zuwächse kommten im Personenverkehr verzeichnet werden. Insgesamt 559 Millionen Fahrgäste fuhren im letzten Jahr mit Bussen und Bahnen der ÖBB. Das entspricht einem Zuwachs von 1,4 Prozent. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) war deutlich positiv bei 68,1 Mio. Euro, sank aber im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent, nicht zuletzt als Folge der anhaltenden industriellen Rezession in Europa und insbesondere in Österreich.

Die anhaltende industrielle Rezession in Europa und insbesondere in Österreich hat deutliche Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr gehabt. Die Nachfrage nach Logistikleistungen ist zurückgegangen. Zudem hat ein harter Preiswettbewerb mit der Straße das Umfeld geprägt. Die Transportleistung der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) ist dadurch um 4 % auf 26,2 Mrd. Nettotonnenkilometer gesunken. Trotzdem ist es der RCG gelungen, den Umsatz um 6 % auf 2.090 Mio. Euro (Vj: 1.974 Mio. Euro) zu erhöhen.

Unterm Strich hat die RCG allerdings mit einem EBT von -135,5 Mio. Euro (Vj. – 24,5 Mio. Euro) abgeschlossen. Dieses Ergebnis ist von einer einmaligen Wertberichtigung und Einbußen im Agrarbereich geprägt. Die trüben wirtschaftlichen Aussichten haben das ÖBB Management veranlasst, künftige Ertrags- und Investitionsprognosen neu zu bewerten und Firmenwerte bei den Beteiligungen in Ungarn und der Agrarspedition in Höhe von -81,1 Mio. Euro abzuschreiben. Auch ohne diesen Einmaleffekt ist das Ergebnis mit -54 Mio. Euro negativ geblieben.

Der Agrarsektor belastet das Ergebnis mit rd. 36 Mio. Euro. Der Grund dafür sind geänderte Warenströme durch Missernten, eine schwache Marktentwicklung sowie handels- und zollpolitischen Verwerfungen aufgrund der US-Zollpolitik. Ohne die Abschreibung und die Verluste im Agrarbereich wäre das Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau geblieben. Abseits des schwierigen Wirtschaftsumfelds hatten längere Transportwege aufgrund der Baustellensituation etwa in Deutschland sowie hohe Energiepreise Einfluss auf das Ergebnis der Gütersparte der ÖBB.

Die RCG setzt bereits ein Bündel an Maßnahmen um, um gegenzusteuern: Unter anderem werden nicht wettbewerbsfähige Produkte eingestellt, die Auslastung nachgefragter Verbindungen gezielt erhöht sowie die Organisation verschlankt und zukunftsfit gemacht, sodass im ÖBB-Konzern für 2026 eine Besserung der Finanzzahlen erwartet werden kann.

Die Umsatzerlöse des Teilkonzerns Infrastruktur haben 1.269,6 Mio. Euro betragen (Vj: rd. 1.231,6 Mio. Euro), die Gesamterträge des Teilkonzerns ÖBB Infrastruktur sind um 5 % oder 196,3 Mio. Euro auf 4.415,4 Mio. Euro (Vj: rd. 4.219,1 Mio. Euro) gestiegen. Der Teilkonzern ÖBB Infrastruktur hat 2025 ein EBT von 15,1 Mio. Euro erwirtschaftet, um 20 % mehr als im Vorjahr (Vj: 12,6 Mio. Euro).

Mit Gesamterträgen von 9.676,1 Mio. Euro (Vj: 8.997,0 Mio. Euro) hat der Konzern gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 8 % verzeichnen können. Die Gesamtaufwendungen haben sich um 8 % auf 8.943,5 Mio. Euro erhöht (Vj: 8.289,2 Mio. Euro). Das EBIT ist um 4 % auf 732,7 Mio. Euro gestiegen (Vj: 707,8 Mio. Euro). Nach einem Ergebnis von 113,6 Mio. Euro im Vorjahr wird dieses Jahr ein EBT von rd. 68,1 Mio. Euro ausgewiesen. Dies entspricht einem Rückgang von rd. 45,5 Mio. Euro oder 40 % gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund des sich zunehmend verschärfenden Wettbewerbsumfelds, allen voran im Güterverkehr, haben die ÖBB Mitte 2025 ein Wettbewerbsprogramm namens „Compete“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die beeinflussbaren Plankosten konzernweit um 10 % zu senken und den Konzern wettbewerbsfit für die Zukunft aufzustellen. Insgesamt werden konzernweit rd. 300 Mio. Euro jährlich eingespart, etwa durch Synergien in den Querschnittsbereichen, die Reduktion von Verwaltungskosten und Sachaufwendungen sowie Prozessoptimierungen und Produktivitätssteigerungen.

[AT] ÖBB suchen erneut eHybrid-Verschubloks

Die ÖBB-Produktion hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Beschaffung von eHybrid-Verschublokomotiven erneut ausgeschrieben (251822-2026).

Es handelt sich um die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung, eisenbahnrechtliche Genehmigung bzw. Zulassung, Lieferung und Inbetriebsetzung von bis zu 300 eHybrid-Verschublokomotiven in einem Verhandlungsverfahren mit vorheriger Veröffentlichung eines Aufrufs zum Wettbewerb/Verhandlungsverfahren und einer Laufzeit über zehn Jahre.

Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge ist der 06.05.2026. Im August 2025 wurde eine Ausschreibung über bis zu 200 eHybrid-Verschublokomotiven ohne Ergebnis abgesagt.

[HR] Marktanteile publiziert

Die Kroatische Agentur für die Regulierung der Netzdienste (Hrvatska regulatorna agencija za mrežne djelatnosti (HAKOM)) hat jüngst die Marktanteile der im Lande tätigen Güterbahnen für das vierte Quartal 2025 publiziert.

UnternehmenMarktanteil
HŽ Cargo d.o.o.43,4%
ENNA Transport d.o.o.21,6%
Rail Cargo Carrier – Croatia d.o.o.8,7%
Rail & Sea d.o.o.6,9%
Transagent Rail d.o.o.5,5%
Train Hungary Magánvasút Kft.4,2%
SŽ-Tovorni promet d.o.o.3,2%
Log Rail d.o.o.2,9%
Grampet Rail d.o.o.2,5%
InRail S.p.A.1,2%

[AT/IT] Rundlauferhöhung zwischen Villach und Desio

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bietet den TransFER Villach–Desio seit Jahresbeginn 2026 zweimal pro Woche an. Mit dem TransFER verbindet die RCG Österreich mit einem der wichtigsten Industriegebiete Norditaliens – bei einer Laufzeit von nur einem Tag. Transportiert werden können Güter aller Art, sowohl im Einzelwagen- und Wagenladungsverkehr als auch in Containern von 20 bis 40 Fuß.

Der TransFER Villach–Desio ist Teil des TransFER Villach–Italy, der mehrere Destinationen in Italien regelmäßig und nach fixem Fahrplan bedient.

[HU] Molnár von ÖBB zu PSP Cargo

Gábor Molnár ist neuer Vertriebsleiter der PSP Cargo Ungarn gestoßen. Zuvor war der Manager unter anderem über acht Jahre bei der ÖBB-Tochter Rail Cargo Hungaria (RCH), zuletzt seut Januar 2024 als Head of Business Unit Intermodal.